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Nebenberuflich Videgraf werden Startguide für Deutschland

Nebenberuflich Videograf werden: Der Startguide für Deutschland

Inhaltsverzeichnis

1. Für Wen ist dieser Text gedacht?

Dieser Beitrag richtet sich an angehende Videografen im deutschsprachigen Markt, die aktuell noch angestellt sind und mittelfristig selbstständig arbeiten wollen.

2. Warum der Nebenberuf für Videografen ein vernünftiger Start ist

Du hast einen festen Job, aber wenn du ehrlich bist, schlägt dein Herz eigentlich für die Videografie? Vielleicht hast du schon erste Projekte umgesetzt, erste Erfahrungen gesammelt und merkst langsam: Da könnte mehr draus werden.

Dann ist die Antwort ziemlich klar: Ja, du kannst daraus ein echtes Business aufbauen.

Und noch wichtiger: Nebenberuflich zu starten ist oft der entspanntere Weg.

Nicht, weil es einfacher ist, sondern weil das finanzielle Risiko und damit der Existenzdruck viel kleiner ist. Und sind wir ehrlich, wer nicht von Haus aus mit einer enormen Finanzspritze gesegnet ist und sich auch nicht einen großen Kredit aufnehmen kann/will, dem bleibt am Anfang nur die Wahl nebenberuflich zu starten.

Und das ist keine Schande, gibt es dir doch die Möglichkeit, dein Business sauber aufzubauen, statt kopflos ins Risiko zu springen.

Wenn du es richtig angehst, kann genau dieser Weg der Übergang in deine Vollzeit-Selbstständigkeit sein!

3. Die Vorteile des nebenberuflichen Starts als Videograf

Vorteil Nummer 1:

Durch dein Gehalt aus deiner Anstellung, hast du ein finanzielles Sicherheitsnetz. Du musst nicht vom ersten Monat an alles mit deinen Videoaufträgen finanzieren. Das nimmt Druck raus. Und weniger Druck bedeutet meistens bessere Entscheidungen. 

Ausserdem kannst du dir ganz gezielt einen verlässlichen Cashflow aufbauen, bis dein Nebenberuf zur Haupteinnahmequelle wächst.

Vorteil Nummer 2:

Erfahrungen sammeln. Du musst nicht jeden x-beliebigen Auftrag annehmen, nur weil du sofort Umsatz brauchst, sondern kannst gezielter testen, welche Art Aufträge und welche Positionierung zu dir passt: Eventvideo, Social Content, Recruiting, Imagefilm oder vielleicht doch ein ganz anderes Segment.

Solange du noch in dieser Findungsphase bist und Referenzen sammelst, kannst du deine Leistungen noch einen Ticken günstiger anbieten, als wenn du jetzt Vollzeit- Selbstständig wärst. Dadurch wächst dein Portfolio und vielleicht entwickeln sich erste Stammkunden oder langfristigere Projekte mit wiederkehrenden Aufträgen.

Du lernst Kundenkommunikation, Projektabläufe und kriegst noch ein besseres Gefühl fürs Thema Pricing.

Vorteil Nummer 3:

Du kannst dein Portfolio ohne finanziellen Druck und ohne Existenzdruck aufbauen. Das bedeutet du kannst jetzt noch wirklich nach Lust und Laune Projekte umsetzen und hast Zeit viel Liebe ins Detail stecken, ohne die ganze Zeit permanenten Cash-Druck zu haben.

Und das ist super viel wert, gerade wenn du ganz am Anfang stehst und dir deinen Traum erfüllen möchtest mit der Vollzeit-Selbstständigkeit. Es ist echt sinnvoll, erstmal ein paar Projekte umzusetzen, um selbst ein Gefühl dafür zu bekommen, wo die Reise hingehen soll in den nächsten Jahren. Außerdem baust du dir ein stimmiges und aussagekräftiges Portfolio auf. 

Aber Achtung hier machen trotzdem ganz viele Anfänger, den allergrößten Fehler:

Viele denken, wenn ich geile Videos mache, dann kommen die Kunden automatisch und rennen mir die Tür ein. Ich kann dir erfahrungsgemäß sagen, dass das nicht so ist.

4. Die typischen Denkfehler und worauf es wirklich ankommt

Viele angehende Videografen glauben, sie bräuchten zuerst die perfekte Kamera, ein beeindruckendes Logo oder eine komplett durchdesignte Website.

Meine Warnung: Häng dich nicht an solchen „Nice-to-Haves“ auf. Die echten Knackpunkte beginnen in der Praxis viel früher und diese sollten dein Hauptfokus sein:

Weißt du wie man klare Angebote schreibt?

Weißt du wie du planbar Kunden gewinnen kannst?

Wie legst du deine Preise fest? Bauchgefühl oder klare Kalkulation?

Was dich noch ausbremsen kann, erfährst du hier: Blogbeitrag – Selbstständig als Videograf, die häufigsten Probleme

5. Nebenberuflich starten - mit System

Der Nebenberuf ist deshalb kein „kleineres Business“, sondern der beste Testmarkt für dein späteres Hauptgeschäft. Du kannst herausfinden, welche Projekte dir wirklich liegen, welche Kunden du wirklich willst, wie aufwendig deine Abläufe sind und ob deine Preise überhaupt tragfähig sind. Du baust also nicht nur ein Hobby aus, sondern ein System auf. Und genau das ist der Punkt, an dem viele Kreative endlich aus dem Dauerstress aussteigen.

6. Der wichtigste Skill, den du für den Anfang brauchst

Deine wichtigste Aufgabe zu Beginn deiner Videografen Laufbahn ist die Kundengewinnung! Das wird dein allerwichtigster Skill.

Vor allem, wenn dein Langfristiger Plan ist vom Nebenberuf zu starten und am Ende deinen Traum von der  Vollzeitselbstständigkeit, als Videograf zu verwirklichen. Denn maximale Freiheit der Selbstständigkeit kannst du nur ausschöpfen, wenn du stabile Wege gefunden hast, regelmäßig Einkommen zu generieren. Und dafür musst du dich intensiv mit dem Thema Kundengewinnung beschäftigen, denn daran scheitern leider 90% der Videografen.

Wenn du wissen willst, was es aktuell für praktische Wege gibt, wie du Kunden gewinnen kannst, ohne irgendwie Leute am Telefon abnerven, dann zieh dir mal mein gratis Videotraining rein. In meinem Video lernst du Strategien, mit deren Hilfe auch du auf deine ersten 5-10k monatlich kommen kannst als Videograf, also klicke da gerne mal rein.

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7. Die wichtigesten Aufgaben für den nebenberuflichen Start als Videograf

Aufgabe 1 - Deine Nische

Deine erste Aufgabe für den Business Start ist ganz klar, dass du als erstes eine Nische aussuchst. Überleg dir genau wie deine Positionierung aussehen soll und wie deine Spezialisierung gestaltet wird.

Das ist im besten Falle ein Bereich, auf den du auch wirklich langfristig Bock hast und der trotzdem guten Umsatz bringt.

Sei es Social Media Content oder Werbefilme, Imagefilme, vielleicht auch Recruitingfilme oder Mitarbeitergewinnung. Vielleicht möchtest du Animationsfilme entwickeln. Überleg dir genau, in welche Richtung das Ganze gehen soll.

Es ist echt wichtig am Anfang erstmal deine Nische zu finden und dich da klar zu spezialisieren. Das muss auch nicht zu eng sein. Also du musst jetzt nicht nur Imagefilme für Handwerker anbieten. Denn das ist dann schon wieder ein bisschen zu spitz positioniert für den Anfang.

Es wäre aber gut, wenn du dich auf eine Sache fokussierst. Das schlechteste was du am Anfang machen kannst ist alles anzubieten. Also Musikvideos, Imagefilme, Social Media und etc. Deine Kunden erkennen nicht, was du wirklich kannst, wissen nicht was sie buchen sollen und du wirkst in keinem Bereich als Spezialist.

Such dir lieber direkt einen festen Bereich aus und ein spezielles Kundenseqment.

Aufgabe 2 - Dein konkret definiertes Angebot

Das spielt natürlich mit Punkt 1 zusammen, also mit deiner Nische und deiner Positionierung.

Mit Angebot ist gemeint, überleg dir, was du deinen Kunden konkret anbieten willst. Also möchtest du zum Beispiel Firmen dabei helfen, wie sie mehr qualifizierte Mitarbeiter gewinnen können, oder möchtest du mittelständischen Unternehmen dabei helfen, mehr Kunden zu gewinnen.

Oder möchtest du vielleicht Pakete verkaufen? Das ginge in Form von regelmäßigem Social Media Content. Und solche Pakete sind eine gute Einnahmequelle, weil sie häufig zu Folgeaufträgen führen.

Mit einem attraktiven Angebot, kannst du dir Sicherheit aufbauen. Heisst dein Auftragkalender ist gut gefüllt und du entwickelst dir ein verlässlichen Einkommen.

Ein Beispiel: Du produzierst zum Beispiel einmal im Monat und lieferst deinen Kunden dann – 4, 6 oder 8 Reels pro Monat – je nachdem was sinnvoll wäre.

Überleg dir hier wirklich genau, welches Angebot du konkret verkaufen möchtest und auch liefern kannst.

Aufgabe 3 - Einen Kanal für die Kundengewinnung aufbauen

Auch hier ist es wichtig, sich auf einen Kanal zu fokussieren. Mach nicht den Fehler irgendwie auf allen Plattformen gleichzeitig sein. Mach dir einen „Content Plan“ mit festgelegte Postings, statt mal viel und dann wieder wochen- und monatelang gar nichts zu posten.

Es ist nicht sinnvoll alle Plattformen gleichzeitig zu bespielen. Also Instagram und LinkedIn und dann noch irgendwie einen Blog schreiben oder ähnliches. Das kostet nur viel Zeit und führt nicht zu Kundenanfragen.

Konzentriere dich lieber auf einen Kanal, der auch wirklich zu deiner Zielgruppe passt. Dazu musst du herausfinden, wo sich deine Zielgruppe tatsächlich aufhält. (Im Business-Kontext!) Wo kannst du auf Unternehmer treffen oder Netzwerken? Gib dort dann richtig Gas und nutze nur diesen einen Kanal. Wenn du zuviele Plattformen nutzt führt das oft nur zu Chaos.

Wenn du diese drei Sachen umsetzt, also deine Nische/Positionierung klar findest, im zweiten Schritt dein Angebot klar definierst und im dritten Schritt auch noch einen Kanal für die Kundengewinnung aufbaust, bist du auf dem richtig guten Weg vom Nebenberuf in die Vollzeitselbstständigkeit.

Wenn du jetzt noch konkreter und tiefer ins Thema Selbstständigkeit als Videograf einsteigen willst, Fragen zum Thema Kundengewinnung, wie du mehr Anfragen generierst uvm. suchst, dann schau dir gerne auch unsere anderen Blogs an oder besuch meinen Youtube Kanal!

Fazit:

Nebenberuflich Videograf zu werden ist absolut realistisch. Aber nur dann, wenn du den Start nicht als Ausrüstungsprojekt, sondern als Businessaufbau begreifst. Du brauchst zuerst klare Leistungen, eine saubere Preislogik, ein verständliches Portfolio und ein paar verlässliche Wege zur Sichtbarkeit. Genau an diesen Stellen werden aus motivierten Filmern versierte Dienstleister. Und genau deshalb ist der Nebenberuf oft der beste Startpunkt: Du kannst in Ruhe testen, lernen, nachschärfen und wachsen, ohne dein ganzes Einkommen sofort an jeden einzelnen Auftrag zu hängen. Wenn du das Ganze smart aufziehst, ist dein Ziel nicht „irgendwann vielleicht mal selbstständig“. Dein Ziel ist ein kleines, funktionierendes System, das beweist, dass Nachfrage, Preis und Leistung zusammenpassen. Und sobald das steht, wird aus Nebenberuf Schritt für Schritt ein echtes Videografen-Business.

Häufige Fragen (FAQ)

Nein. Für die ersten Aufträge reicht ein solides, verlässliches Setup.

Das hängt von der konkreten Tätigkeit ab. Offiziell gilt: Freie Berufe brauchen keinen Gewerbeschein, ein Gewerbe muss mit Betriebsbeginn angemeldet werden. Für viele typische Corporate-, Event- und Social-Video-Angebote ist gewerbliche Anmeldung die vorsichtigere Startannahme; im Zweifel entscheidet der Einzelfall.

 Ja, oft ist das gerade im Nebenerwerb sinnvoll. Seit 2025 gelten 25.000 Euro Umsatz im Vorjahr und 100.000 Euro im laufenden Jahr als maßgebliche Grenzen; bei Neugründung ist im Startjahr die 25.000-Euro-Grenze relevant.

 Ja. Das Bundesportal sagt ausdrücklich, dass auch nebenberuflich Tätige den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung elektronisch einreichen müssen.

Wenn du B2B-Kunden willst, sind eine klare Website, lokales Google-Profil und ein aktiver Direktkanal wie LinkedIn meist wichtiger als breite Reichweite. Visuelle Plattformen wie Instagram helfen als Beweiskanal, aber nicht als Ersatz für Angebotsklarheit und Akquise.

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