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LUTs kaufen - Welche LUTs passen zu deinen Videos?

LUTs kaufen: Welche LUTs passen wirklich zu deinen Videos?

Inhaltsverzeichnis

LUTs kaufen: Das Problem

Wer LUTs kaufen möchte, steht heute vor einer riesigen Auswahl. Es gibt Cinematic LUTs, Film LUTs, spezielle LUTs für Sony, Canon oder DJI und komplette LUT-Packs mit teilweise Hunderten verschiedenen Looks.

Auf den ersten Blick klingt ein Paket mit 100 oder 200 LUTs natürlich nach einem guten Deal. In der Praxis habe ich allerdings eine andere Erfahrung gemacht: Entscheidend ist nicht, wie viele LUTs du besitzt, sondern ob der Look zu deinem Material passt.

Genau hier liegt eines der größten Probleme beim LUT-Kauf.

Auf einer Produktseite kann ein Look auf perfekt ausgewähltem Beispielmaterial fantastisch aussehen. Dein eigenes Video wurde aber vielleicht mit einer anderen Kamera, einem anderen LOG-Profil, bei anderem Licht oder mit völlig anderen Hauttönen aufgenommen.

Der gleiche LUT kann dadurch auf deinem Material deutlich anders wirken. Genau deshalb sollte die Frage nicht nur lauten:

„Wo kann ich gute LUTs kaufen?“

Sondern vielmehr:

„Welcher LUT passt wirklich zu meinen Videos?“

In diesem Guide zeige ich dir, worauf ich beim Kauf von LUTs achten würde, welche Arten von LUTs es gibt und warum ein riesiges LUT-Pack nicht automatisch die beste Wahl ist.

Ausserdem zeige ich dir noch einen anderen Ansatz: Mit unserem Signature Look™ Tool kannst du verschiedene Filmlooks zunächst anhand deines eigenen Materials beurteilen und anschließend den gewünschten Look als .CUBE LUT für deinen Workflow generieren. Signature Look unterstützt aktuell unter anderem Workflows für Sony, Canon, Panasonic und DJI sowie eine Generic-LOG-Option.

Deine Abkürzung zu unserem Signature Look Tool (Cinematic Luts)

Originalaufnahme ohne Filmlook Aufnahme mit Signature Look BEFORE AFTER
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1. LUTs kaufen: Darauf solltest du wirklich achten

Wenn du LUTs kaufen möchtest, würde ich mich nicht zuerst fragen:

„Wie viele LUTs bekomme ich für mein Geld?“

Viel wichtiger ist:

„Passt dieser LUT zu meinem Material und zu dem Look, den ich erreichen möchte?“

Dabei sind vor allem fünf Faktoren entscheidend.

1.1 Kamera und Aufnahmeprofil

Gerade wenn du mit LOG-Material arbeitest, solltest du darauf achten, für welchen Input ein LUT gedacht ist.

Sony S-Log, Canon Log, Panasonic V-Log oder DJI Log sind nicht einfach dasselbe Ausgangsmaterial. Ein LUT, der für einen bestimmten Workflow entwickelt wurde, kann auf einem anderen Profil deutlich anders aussehen.

Deshalb solltest du vor dem Kauf prüfen, welche Kamera und welches Aufnahmeprofil unterstützt werden.

Das ist besonders wichtig, wenn du unterschiedliche Kameras innerhalb eines Projekts verwendest – beispielsweise eine Sony als Hauptkamera und eine DJI-Drohne für Luftaufnahmen.

1.2 Creative LUT oder Conversion LUT?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Art des LUTs. Nicht jeder LUT hat dieselbe Aufgabe.

LUT-Typ Aufgabe Typische Anwendung
Conversion LUT Technische Transformation z. B. LOG → definierter Display-/Farbworkflow
Creative LUT Visueller Stil Filmlook, Farben und Stimmung
Film Emulation LUT Nachbildung bestimmter analoger Charakteristika Film-inspirierte Ästhetik
Cinematic LUT Kreativer Filmlook Commercials, Hochzeiten, Travel und Social Media

Wenn du nach einem bestimmten Filmlook für deine Videos suchst, interessieren dich in der Regel vor allem Creative beziehungsweise Cinematic LUTs.

Ein Conversion LUT erfüllt dagegen primär eine technische Aufgabe.

Beides kann Teil desselben Color-Grading-Workflows sein – sollte aber nicht miteinander verwechselt werden.

1.3 Hauttöne und Farben

Besonders wenn du Menschen filmst, würde ich beim Kauf eines LUTs immer darauf achten, wie er mit Hauttönen umgeht.

Ein extremer Look kann auf einer Landschaft fantastisch aussehen und bei einem Gesicht plötzlich viel zu orange, grün oder magenta wirken.

Deshalb würde ich einen Filmlook nie nur anhand eines spektakulären Sunset-Shots beurteilen.

Für Commercials, Hochzeiten, Interviews oder Social-Media-Content ist entscheidend, dass der Look auch bei Hauttönen und unterschiedlichen Lichtsituationen kontrollierbar bleibt.

1.4 Intensität und Anpassbarkeit

Ein Creative LUT muss nicht immer mit 100 % Intensität angewendet werden.

Oft wirkt ein Filmlook deutlich natürlicher, wenn du seine Intensität reduzierst und ihn anschließend an das jeweilige Material anpasst.

Ich sehe LUTs deshalb eher als Ausgangspunkt für einen Look und nicht als „One-Click-Lösung“, die jedes Video automatisch perfekt gradet.

1.5 Kompatibilität

Achte außerdem auf das Dateiformat.

.CUBE ist eines der verbreitetsten LUT-Formate und lässt sich in vielen professionellen Editing- und Color-Grading-Workflows einsetzen.

Wenn du deine Schnittsoftware später wechselst, bist du dadurch weniger stark an einen bestimmten Anbieter oder ein einzelnes Programm gebunden.

2. Welche LUTs passen zu deinen Videos?

Den einen perfekten LUT für jedes Video gibt es nicht.

Welcher Look funktioniert, hängt stark davon ab, was du filmst und welche Bildwirkung du erzeugen möchtest.

Bei Hochzeitsvideos funktionieren beispielsweise häufig warme, organische und etwas zurückhaltendere Filmlooks gut. Hauttöne sollten natürlich bleiben und der Look über sehr unterschiedliche Lichtbedingungen funktionieren.

Bei Commercials und Unternehmensfilmen würde ich meistens einen kontrollierten Look mit sauberen Kontrasten und natürlichen Farben bevorzugen.

Bei Travel Content oder Social Media darf es dagegen oft etwas charakteristischer werden. Hier können stärkere Farbkontraste oder deutlich erkennbare Filmlooks Teil der visuellen Identität sein.

Und genau das finde ich eigentlich spannender als die Frage, welcher LUT gerade besonders beliebt ist:

Welcher Look passt zu deinem eigenen Stil?

Wenn du regelmäßig Videos produzierst, kann ein wiederkehrender Filmlook irgendwann zu einem Teil deiner visuellen Handschrift werden.

3. Warum große LUT-Packs nicht automatisch besser sind

Das ist wahrscheinlich einer der größten Irrtümer beim LUTs kaufen.

Ein Paket mit 100 oder 200 LUTs wirkt zunächst nach einem besseren Angebot als ein Paket mit zehn Looks.

In der Praxis kann genau diese riesige Auswahl aber zum Problem werden. Du importierst dein Material, öffnest dein LUT-Pack und klickst dich durch einen Look nach dem anderen.

Irgendwann weißt du selbst nicht mehr, welcher Look eigentlich am besten aussah.

Genau das kenne ich aus dem eigenen Workflow.

Deshalb würde ich ein LUT-Pack nicht danach bewerten, wie viele Dateien enthalten sind, sondern danach, wie schnell ich damit zu einem Ergebnis komme, das zu meinem Projekt passt.

Ein kleines Paket mit wenigen starken Looks kann deshalb wertvoller sein als eine riesige Bibliothek, von der du am Ende nur zwei LUTs tatsächlich verwendest.

4. LUT-Pack kaufen oder eigenen Look erstellen?

Und genau hier kommen wir zu dem Punkt, weshalb wir bei Shootify einen etwas anderen Ansatz gewählt haben.

Ein klassisches LUT-Pack funktioniert meistens so:

Du siehst einige Beispielbilder, kaufst das Paket, lädst die LUTs herunter und testest anschließend, welcher Look auf deinem Material funktioniert.

Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Wenn du bereits einen LUT gefunden hast, den du gerne verwendest, kann dieser Workflow hervorragend funktionieren.

Das Problem entsteht eher dann, wenn du noch nicht weißt, welcher Look zu deinem Material passt.

Denn die Beispielbilder des LUT-Anbieters wurden wahrscheinlich mit einer anderen Kamera, anderem Licht, anderen Hauttönen und unter anderen Bedingungen aufgenommen.

4.1 Signature Look™ dreht diesen Prozess um

Mit Signature Look™ wollten wir nicht einfach das nächste riesige LUT-Pack entwickeln.

Die Idee war vielmehr:

Was wäre, wenn du zuerst deinen Look findest und erst danach den LUT erzeugst?

Du kannst verschiedene Filmlooks direkt anhand deines eigenen Materials beurteilen, die Intensität des Looks anpassen und anschließend deinen gewünschten Look als .CUBE LUT exportieren.

So musst du nicht erst dutzende LUT-Dateien herunterladen und ausprobieren, um herauszufinden, welcher Look überhaupt zu deinem Video passt.

Das sieht dann so aus:

4.2 Klassisches LUT-Pack vs. Signature Look™

Klassisches LUT-Pack Signature Look™
Sammlung fertiger LUTs Interaktiver LUT-Workflow
Auswahl anhand von Beispiel-Looks Looks auf eigenem Material beurteilen
LUTs werden nach dem Download getestet Look vor dem Export testen
Teilweise sehr große Bibliotheken Kuratierte Filmlooks
Vorgegebene .CUBE-Dateien Gewählten Look als .CUBE generieren
Anpassung erfolgt im Editing-Workflow Look-Intensität bereits bei der Auswahl anpassen

Dabei geht es mir nicht darum zu sagen, dass klassische LUT-Packs grundsätzlich schlechter sind.

Wenn du deine Lieblings-LUTs bereits kennst, gibt es keinen Grund, sie nicht weiterzuverwenden.

Signature Look ist vor allem dann interessant, wenn du einen neuen Filmlook suchst und nicht erst eine riesige LUT-Bibliothek durchsuchen möchtest.

Du willst Signature Look™ einmal in Aktion sehen?
In meinem ausführlichen Guide zum Filmlook erstellen zeige ich dir anhand eines konkreten Workflows, wie ich mit Signature Look™ einen Look auswähle, an das Material anpasse und anschließend als LUT verwende.

→ Hier zeige ich dir Signature Look™ in der Praxis: https://shootify-academy.de/filmlook-erstellen/

5. LUTs in Premiere Pro, DaVinci Resolve & Co. verwenden

Wenn du LUTs kaufst, solltest du natürlich darauf achten, dass sie mit deiner Schnitt- oder Color-Grading-Software kompatibel sind.

Das .CUBE-Format wird in vielen gängigen Video-Workflows unterstützt. Dazu gehören unter anderem Programme wie Adobe Premiere Pro und DaVinci Resolve.

Der genaue Workflow unterscheidet sich je nach Software. Das Grundprinzip bleibt aber ähnlich:

Footage vorbereiten → Belichtung und Weißabgleich korrigieren → Creative Look anwenden → Intensität anpassen → einzelne Shots aufeinander abstimmen.

Gerade der letzte Schritt ist wichtig.

Ein professioneller Filmlook entsteht nicht dadurch, dass ein einzelner Shot spektakulär aussieht. Dein gesamtes Projekt sollte farblich konsistent wirken.

Ein LUT kann dir dafür einen starken Ausgangspunkt liefern, ersetzt aber nicht die grundlegende Color Correction.

6. Mein Fazit: Welche LUTs würde ich kaufen?

Wenn du LUTs kaufen möchtest, würde ich mich nicht von möglichst großen Zahlen beeindrucken lassen.

100 oder 200 LUTs klingen zunächst attraktiv. Für mich sind aber drei andere Fragen wesentlich wichtiger:

Passt der LUT zu meinem Ausgangsmaterial?

Passt der Look zu meinem Projekt?

Und hilft mir der LUT dabei, schneller zu einem konsistenten Ergebnis zu kommen?

Wenn du bereits einen bestimmten LUT oder ein LUT-Pack kennst, dessen Looks zu deinem Stil passen, kann ein klassisches LUT-Pack absolut sinnvoll sein.

Wenn du dagegen noch nach deinem eigenen Filmlook suchst, finde ich einen anderen Workflow mittlerweile interessanter:

Erst den Look finden. Dann den LUT exportieren.

Genau dafür haben wir Signature Look™ von Shootify entwickelt.

Du kannst verschiedene Filmlooks auf deinem eigenen Material ausprobieren, die Intensität anpassen und deinen ausgewählten Look anschließend als .CUBE LUT in deinen Workflow übernehmen.

So kaufst du nicht einfach möglichst viele LUTs.

Du findest den Look, den du tatsächlich verwenden möchtest.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche LUTs sinnvoll sind, hängt von deiner Kamera, deinem Aufnahmeprofil und deinem gewünschten Filmlook ab. Achte besonders darauf, welchen Input ein LUT erwartet und ob du einen technischen Conversion LUT oder einen kreativen Filmlook suchst.

Der Preis allein sagt wenig über die Qualität eines LUTs aus. Ein großes günstiges LUT-Pack ist nicht automatisch besser als eine kleine, gut abgestimmte Auswahl. Wichtiger ist, ob du die enthaltenen Looks tatsächlich verwenden kannst und sie dir beim Color Grading Zeit sparen.

Nicht jeder LUT ist für jedes Ausgangsmaterial optimiert. Gerade bei LOG-Aufnahmen solltest du prüfen, welchen Input der LUT erwartet. Sony S-Log, Canon Log, Panasonic V-Log oder DJI Log können unterschiedliche Workflows erfordern.

Nicht zwingend. LOG-Material kann auf unterschiedliche Weise verarbeitet werden. Wichtig ist vor allem, zwischen der technischen Transformation deines Materials und dem anschließend gewünschten Creative Look zu unterscheiden.

Ein LUT-Pack ist sinnvoll, wenn du eine feste Auswahl fertiger Looks möchtest. Wenn du deinen Filmlook lieber anhand deines eigenen Materials auswählst und anschließend als .CUBE LUT exportieren möchtest, bietet Signature Look™ einen anderen Ansatz.

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